Zukunft des Blogs…

3. Oktober 2011

Ich würde:

  • so gerne wieder etwas hier bloggen
  • dem ganzen Ding gerne ein neues Design verpassen
  • ausmisten und code entschlacken

Aber ich habe kaum noch Zeit dafür. Ich werde aber davon absehen den Stecker zu ziehen. Für die Galerie habe ich schon ein bißchen neues Futter. Warum hat der Tag gleich nur 24 Stunden? Wenn ihr gerne wieder mehr hier lesen wollt, dann könnt ihr mir ja in den Kommentaren ein bißchen Motivation senden.

Danke für die Aufmerksamkeit

Tagebuch zum 20. Wave-Gotik-Treffen

12. Juni 2011

Falls ihr euch fragt warum dieses Jahr noch kein WGT-Tagebuch hier zu finden ist, das habe ich auf meinen Sideblog ausgelagert :)

Das vollständige Tagebuch gibt es hier

Analog’s not dead

20. Mai 2011

Meine Neigung zu “längst überholten” Dingen ist ja kein Geheimnis. Ich mag Schallplatten, Kinofilme auf Zelluloid und natürlich Kameras die noch auf Silbergelatine belichten. Aus diesem Grund habe ich mir vor vielen Jahren auch eine Mittelformatkamera zugelegt und vor einiger Zeit bei einem “Gewinnspiel” bei Fotografr.de mitgemacht, bei welchem ich zwei Testexemplare Kodak Portra 160 Rollfilme abgestaubt habe. An dieser Stelle, hab Dank, lieber Omori! Außerdem gab es in dem Photogeschäft wo ich heute notgedrungen ein paar furchtbare biometrische Passbilder machen lassen mußte, noch Restbestände des guten alten Fuji Pro 160NS, von dem ich ebenfalls zwei Rollen eingesackt habe.

Diese Filme sind ausgesprochen gut für die Wiedergabe natürlicher Hauttöne konzipiert, was ich natürlich gerne ausprobieren würde. Es ist auch schon ein Shooting geplant bei dem sie hoffentlich ihr volles Potential auf 6*4,5 entfalten können. Ich werde darüber berichten! Habe lange genug hier geschwiegen :)

Flashtrigger/Funkauslöser Yongnuo RF-602

11. März 2011

Die Equipmenterweiterung bei Hobbyphotographen unterliegt gewissen empirischen Gesetzmäßigkeiten, auf welche ich jetzt nicht im Detail eingehen werde. Jedenfalls gehört ein Systemblitz früher oder später auf jeden Fall dazu. Diesen Punkt habe ich schon vor vielen Jahren mit einem Sigma EF-500 DG ST erreicht. Ich muß sagen, das Ding ist eine ziemliche Zicke. An der D200 funktionierte er erst nach einem Firmwareupdate und auch danach nur halbwegs zufriedenstellend mit handverlesenen Akkus (Eneloops). Jedenfalls merkt man schnell dass Frontalblitzen in vielen Belangen einfach unschön ist. Trotz Lightsphere-Clon und i-TTL.

Wie man aus der Studiophotographie und der puren Anschauung weiß, ist eine Positionierung der Hauptlichtquelle(n) außerhalb der optischen Achse einfach oft viel Interessanter. Soviel zu meiner Motivation. Meine erste Lösung war ein Spiralkabel – zunächst 1m, dann 10m. So richtig glücklich bin ich damit nicht geworden, obwohl auch TTL übertragen wird. Irgendwann las ich von guten Funkflashtriggern aus China von Yongnuo die sich schnell einer gewissen Popularität erfreuten. Inzwischen auch bei deutschen Importeuren verfügbar, beschloss ich aber trotzdem direkt aus Hong Kong zu bestellen. Da gibt es nämich Sets bestehend aus einem Trigger und zwei Empfängern für knapp 20€ weniger als die üblichen Angebote in Deutschland, wo lediglich ein Empfänger enthalten ist. Inklusive Versand. Die Wartezeit von ca. 7 Tagen nehme ich da gerne in Kauf.

Gestern kam das Ganze dann ‘par avion’ und erstaunlicherweise ohne irgendwelche Transportschrammen in einem Luftpolsterbrief. Die Verpackung der einzelnen Teile ist auch exzellent und außerdem habe ich jetzt wieder Silicagel für die nächsten 20 Jahre. Die Verarbeitungsqualität der Geräte ist auch so dass die negative Konnotation von “made in China” längst überholt ist.

Die Funktionen: Wie bereits erwähnt, besteht das Set aus einem Transmitter der in seiner Hauptfunktion auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt wird. Die Empfänger besitzen hingegen selbst einen Blitzschuh sowie eine 3-polige Buchse für verschiedene Adapterkabel, unter anderem eines mit 3,5mm bzw. 6,35mm zum Anschluß an Studioblitzgeräte. Das funktioniert exzellent für alle Synchronisationszeiten bis 1/250s, sogar mit mit einem Canonblitz. Die Leistung muß aber in jedem Fall manuell geregelt werden.

Außerdem läßt sich der Empfänger auch an die Kabelauslöserbuchse der Kamera adaptieren. Dann dient der Transmitter wiederum als Funkauslöser für die Kamera selbst – sogar mit vollständiger Übertragung beider Druckpunkte. Leider geht nicht beides zur gleichen Zeit. Ich habe natürlich gleich versucht dass ganze mit einem etwas komplexeren Setup auszuprobieren. Ein Empfänger, wie gehabt, unter dem Systemblitz, der zweite Empfänger an der Kamera als Auslöser und den Trigger zum Fernauslösen. Fazit: Funktioniert nicht. Der Blitz löst einfach zu früh aus und die Abbrenndauer von 1/10000 ist einfach zu kurz. Also, das funktioniert leider nicht. Das ist aber bedingt durch das Prinzip und kein Mangel am Gerät selbst. Aber wie oft photographiert man sich schon selbst im Studio?

Insgesamt waren die 35€ exzellent investiert und der Kauf in Hong Kong war alles andere als problematisch. Daumen hoch für Produkt und Händler.

[Veranstaltung] – SAAL EINS – fotografie auf der kinoleinwand

10. März 2011

Einigen Mitgliedern des Photostammtisches bei dem ich (leider nur) sporadisch anwesend bin, ist der Wirkungskreis einer gemütlichen Kneipenrunde zu klein und auf den üblichen, oft überfüllten, Plattformen im Internet zu unpersönlich. So entstand wohl die Idee einigen Hobbyphotographen die Möglichkeit zu geben ihre Werke in einem Kinosaal auf die große Leinwand projeziert, ordentlichen moderiert und mit Musik untermalt, zu präsentieren.

SAAL EINS – fotografie auf der kinoleinwand findet am 26. März 2011 im Dresdner Programmkino Ost statt. Dabei soll ein breites Spektrum an Bildern gezeigt werden.

Der Pressetext dazu:

Wir,

das sind Jens Laubmann, Christoph Reime und Jonny Winter,
als Organisatoren dieser neuen Veranstaltungsreihe und
Gründer des „Verein zur Förderung der Fotografie“, wollen
zwölf von uns ausgewählten, künstlerisch ambitionierten
Amateurfotografen an der Schwelle zur Professionalität, die
Möglichkeit geben, ihre Arbeiten in Form von Bildershows – mit
Musik hinterlegt – einer breiten interessierten Öffentlichkeit zu
zeigen und dem Publikum gleichzeitig ermöglichen, einzigartige
„Fotokunst“ zu genießen. In Zusammenarbeit mit dem
Programmkino Ost wird dieser erste Präsentationsabend am
26.03.2011 stattfinden. Durch eine Moderation, Interviews und
einzelnen Gesprächen mit den Künstlern bieten wir Ihnen an,
einen kurzweiligen Abend im Programmkino Ost zu erleben.

Bis dahin dann… wir freuen uns!

Ich werde mit großer Wahrscheinlich auch im Publikum sitzen, Bilder von mir wird es aber nicht zu sehen geben. Dafür war ich wohl einfach zu wenig präsent bei den Stammtischen. Trotzdem gefällt mir die Idee Hobbyphotographen in Sachsen die Möglichkeit zu geben im Rahmen einer Kulturveranstaltung eine kleine aber feine Bühne zu geben.

Lost Places

21. Februar 2011

Vom Konkurs in den Ruin getrieben, zu alt oder zu klein gewordene Einrichtungen… am Ende steht immer eine Ruine. Manchmal werden sie sofort abgerissen um Platz für Neues zu schaffen, manchmal aber auch dem Verfall preisgegeben. Vor allem für Vandalen, Sprayer und Obdachlose sind sie interessant aber auch viele Photographen lieben den morbiden Charme von Ruinen. Nicht immer ganz ungefährlich und nur ganz selten legal werden nicht selten die Reste von Industriegebäuden, alten Wohnblocks etc. zu sonntäglichen Ausflugszielen. Die in Deutschland unter Photographen beliebteste Anlage, die Beelitz Heilstätten, ist leider seit letztem Sommer aufgrund zunehmendem Vandalismus nicht mehr zugänglich. Trotzdem gibt es überall mehr oder minder versteckt genügend Ziele. Natürlich schwingt immer ein klein wenig Nervenkitzel mit, denn man weiß ja nie was einen erwartet. Brüchige Böden, unliebsame Zeitgenossen… Am vergangen Sonntag hat es die Gruppe Lightbugs in eine alte Freiberger Fabrik verschlagen. Ein ziemlich großes Gebäude dass wohl schon so manchem Dosenbierfreund als Unterschlupf diente. An diesem Tag war allerdings bis auf uns keiner zugegen denn bei -8°C würde selbst der härteste Säufer ziemlich schnell steif werden. Schön finde ich persönlich immer “Dinge die Gesichter haben”. Aber seht selbst was es sonst noch so gab: Galerie – Lost Places

[Konzert] Broken Soldiers Project & End of Green

6. Februar 2011

Ich photographie leider relativ selten auf Konzerten da dass einerseits nicht mein primäres Metier ist und andererseits die Akkreditierungen auch nicht auf der Straße liegen. Umso mehr macht es mir Spaß wenn ich denn mal die Gelegenheit dazu habe. Allerdings ist es wohl auch eine der anspruchsvolleren Bereiche der Photographie denn homogenes und ergiebiges Licht ist ja aus verständlichen Gründen eher nicht zu erwarten. Dafür wird man mit Albträumen jedes Sensors  konfrontiert: Rot, denn es ist im Energiespektrum ganz am untersten Ende und belichtet nur mit ordentlich Nachverstärkung, was bei ISO 1600+ schon ziemlich unschön wird. Das komplette Gegenteil ist das blau denn es hat die höchste Spektralenergie und selbst wenn der Hintergrund noch in tiefem Schwarz absäuft, der Blaukanal wird oft hoffnungslos überbelichtet. Gestern abend habe ich allerdings erlebt dass auch gelb ganz schrecklich aussehen kann und nur mittels EBV Keule ein wenig abgemildert werden kann. Wenn pissgelbes Licht jeden natürlichen Hautton unter sich begräbt, dann hilft beherztes Kurbeln an der Sättigung von Gelb und Orange (bei mir in LR ca. -30) sowie geringfügige Anpassung deren Luminanz. Außerdem hab ich festgestellt dass ein Weißabgleich von 2850K  in den meisten Fällen sehr gut funktioniert. Das ist aber nur eine empirische Faustregel. Damit konnte ich das gestrige Konzert vom Broken Soldiers Project und End of Greenz eigentlich ganz gut bestreiten. Binsenweisheiten wie gute, hochoffene Objektive spare ich mir mal. Das 70-200/2.8 war eigentlich ausschließ auf Anschlag. Diese Linse war keine Fehlinvestition.

Alle weiteren Impressionen gibt es wieder in der Galerie. Achso, und wer die alten Konzertbilder vermisst, der kann in der selben Kategorie nach und auch die Recyclingprodukte wieder zu Gesicht bekommen. Ich bin dabei sie der Frischzellenkur zu unterziehen, welche auch viele meiner anderern Photos über sich ergehen lassen durften. Das Ausgangsmaterial ist aber Stellenweise nicht das Beste, was dem damaligen Erfahrungsstand geschuldet ist. Allerdings kann ich daran auch eine gewisse Evolution erkennen und aus Fehlern lernen.